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Datum |
07.03.2008, um 05:05 Uhr |
| Titel | Zu guter Letzt |
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| Teaser | Als Kind wusste ich: Jeder Schmetterling den ich rette Jede Schnecke und jede Spinne und jede Mücke jeder Ohrwurm und jeder Regenwurm wird kommen und weinen wenn ich begraben werde Einmal von mir gerettet muss keines mehr sterben Alle werden sie kommen zu meinem Begräbnis Als ich dann gross wurde erkannte ich: Das ist Unsinn Keines wird kommen ich überlebe sie alle Jetzt im Alter frage ich: Wenn ich sie aber rette bis ganz zuletzt kommen doch vielleicht zwei oder drei? Erich Fried |
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Datum |
07.03.2008, um 05:05 Uhr |
| Titel | Anwesenheit |
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| Teaser | Ich habe uns Tee gemacht und stelle Stövchen, Zuckerdose, Löffel und zwei Schalen auf den Tisch - und dann erst fällt mir ein, dass Du gegangen bist, so sehr bist Du bei mir geblieben. |
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Datum |
07.03.2008, um 05:05 Uhr |
| Titel | Manchmal |
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| Teaser | Manchmal denke ich Sachen. . . . . . . .die vielleicht gar nicht so sind. Manchmal bilde ich mir vieles ein. . . . . . . .obwohl es ganz anders ist. Manchmal verzweifle ich. . . . . . . .weil ich mir zuviele Gedanken mache. Manchmal könnte ich weinen. . . . . . . .obwohl es eigentlich gar keinen Grund gäbe. |
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Datum |
07.03.2008, um 05:05 Uhr |
| Titel | Nicht alle Schmerzen sind heilbar |
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| Teaser | Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen Sich tiefer und tiefer ins Herz hinein, Und wärend Tage und Jahre verstreichen, Werden sie Stein. Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre, Sie scheinen zerronnen wie Schaum. Doch du spürst ihre lastende Schwere Bis in den Traum. Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle, Die Welt wird ein Blütenmeer. Aber in meinem Herzen ist eine Stelle, Da blüht nichts mehr. |
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Datum |
07.03.2008, um 05:05 Uhr |
| Titel | Ein Lächeln vielleicht |
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| Teaser | Meine Beine können nicht laufen, sie liegen ganz still. Meine Hände nicht greifen, auch nicht wenn ich will. Meinen Kopf kann ich nicht halten, die Stütze hält ihn für mich. Doch meine Augen können sehen, sie sehen auch dich. Ich frage mich, was du im Augenblick denkst, ob du weg schaust, oder ein Lächeln mir schenkst. Bleibst du jetzt stumm, oder sprichst du mit mir? Ich unterhalte mich gerne, auch mit dir. Wenn ich dann spüre, dass du mich magst und nicht nach meiner Behinderung fragst, bekommt auch mein Leben einen Sinn, es fällt mir leichter, dass behindert ich bin. Björn Stommel, 24 Jahre, Rollstuhlfahrer aus seinem Buch: Ein Lächeln vielleicht |
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Datum |
09.03.2008, um 16:04 Uhr |
| Titel | Ich laufe, immer weiter..... |
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| Teaser | Ich laufe, immer weiter, immer tiefer, in den Wald, in die Nacht. Hohe Tannen, feine Äste, reissen auf, meine Arme, meine Seele. Düstre Weiten, dunkles Endlos, kalte Brise, lässt mich zittern, lässt mich frieren. Schneller schneller, immer schneller, lauf ich weiter, unter Tränen, unter Schmerzen. Pure Stille, voller Knistern, voller Knacksen, lässt mich schaudern, lässt mich frösteln. Kahle Ängste, bitt're Furcht, ich muss weg hier, kann nicht denken, kann kaum atmen. Heisses Blut, an meinen Knien, bin gestürtzt, muss doch weiter, muss doch fort. Raff mich auf, unter Schmerzen, lauf ich weiter, ob nach Norden? Ob nach Süden? Glühend heiss doch eiseskalt, gefriert mein Schweiss, wie tausend Splitter, wie scharfe Messer. Niemals endend, eil ich weiter, unter Qualen, wohl für immer, wohl nur zwecklos..... |
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